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Stress Symptome

Stress Symptome sind wie Warnsignale unseres Körpers und Geistes, die darauf hinweisen, dass die innere Ampel auf Gelb steht. Von kribbelnder Anspannung bis zu emotionalen Turbulenzen können sie sich auf vielfältige Weise zeigen. Kopfweh, Schlafprobleme, vielleicht sogar eine innere “Achterbahnfahrt” der Gefühle. Das sind die subtilen Hinweise, dass unser Wohlbefinden einen Extra-Kick braucht. Achten wir darauf und gönnen uns die grüne Phase der Entspannung! Um darauf achten zu können, hilft es, wenn man sich bewusst ist, in welcher Form Stress sich bei uns äußern kann. Dafür gibt es hier eine Sammlung an Symptomen – Bleibt achtsam! ✌️

Stress Symptome Augen

Stress kann sich auf vielfältige Weisen in unseren Augen äußern, was nicht nur unangenehm sein kann, sondern auch die Lebensqualität beeinträchtigen kann. Hier sind einige häufige Anzeichen von Stress, die sich in den Augen zeigen:

1. Trockene Augen: Stress kann die Produktion von Tränenflüssigkeit beeinflussen und zu trockenen Augen führen. Dies äußert sich oft in Juckreiz, Brennen, Rötung und einem unangenehm trockenen Gefühl in den Augen.

2. Verschwommene Sicht: Stress kann dazu führen, dass sich die Muskeln rund um die Augen anspannen und die Pupillen erweitern. Die Folge ist oft vorübergehende Verschwommensicht, die sich beispielsweise bemerkbar machen kann, wenn du versuchst, winzige Buchstaben auf einem Bildschirm zu entziffern.

3. Augenmüdigkeit: Länger anhaltender Stress, besonders in Kombination mit übermäßiger Bildschirmzeit oder Anspannung der Augenmuskulatur, kann zu Augenmüdigkeit führen. Dies zeigt sich durch Ermüdung, Kopfschmerzen und ein allgemeines Gefühl der Schwere in den Augen. Du könntest es bei langen Arbeitstagen vor dem Computer erleben, wenn deine Augen einfach nicht mehr wollen.

4. Augenzucken: Stress kann zudem zu Muskelzuckungen führen, insbesondere im Bereich der Augenlider. Diese unangenehmen Zuckungen können vorübergehend die Sicht beeinträchtigen und könnten auftreten, wenn du versuchst, dich zu konzentrieren.

5. Lichtempfindlichkeit: Lichtempfindlichkeit ist eine weitere mögliche Auswirkung von Stress auf die Augen. Betroffene empfinden helles Licht oft als unangenehm und grell, was das Autofahren an einem sonnigen Tag unangenehmer machen kann.

6. Augenschmerzen: Nicht zuletzt können Stress und Anspannung zu Spannungskopfschmerzen und Schmerzen um die Augen herum führen, die sich als drückend oder schmerzend bemerkbar machen. Dies könnte bei einem stressigen Arbeitstag oder während Prüfungszeiten auftreten.

Stress Symptome Augen Praxisbeispiel

Ein praktisches Beispiel könnte sein: Stell dir vor, du arbeitest an einem Projekt mit engen Abgabefristen und stehst unter großem Druck. Während dieser stressigen Zeit könntest du bemerken, dass deine Augen trocken und gereizt sind. Du könntest Schwierigkeiten haben, den Text auf deinem Bildschirm scharf zu sehen, und spürst, wie sich Spannung und Kopfschmerzen rund um deine Augen aufbauen. Dies sind alles mögliche Anzeichen dafür, wie Stress sich auf deine Augen auswirken kann.

Es ist wichtig zu betonen, dass die Auswirkungen von Stress auf die Augen von Person zu Person variieren können. Wenn du wiederholt solche Symptome feststellst, die mit Stress in Zusammenhang stehen könnten, empfehle ich dringend, einen Augenarzt zu konsultieren. Dieser kann eine genaue Diagnose stellen und geeignete Maßnahmen zur Linderung der Beschwerden empfehlen. Gleichzeitig solltest du auch Stressbewältigungsstrategien erlernen und anwenden, um die allgemeine Stressbelastung zu reduzieren und somit die Gesundheit deiner Augen zu schützen.

Stress Symptome Haut

Stress Symptome

Stress kann sich nicht nur auf unsere psychische Verfassung auswirken, sondern auch auf unsere körperliche Gesundheit, einschließlich unserer Haut. Die Auswirkungen von Stress auf die Haut sind vielfältig und können in verschiedenen Formen auftreten. Hier sind einige gängige Stress Symptome, die zeigen, wie Stress die Haut beeinflussen kann:

1. Hautausschläge: Stress kann das Immunsystem beeinträchtigen und Entzündungen in der Haut fördern, was zu Hautausschlägen wie Ekzemen, Psoriasis oder Hives führen kann. Diese Hauterkrankungen können mit Juckreiz und Unannehmlichkeiten einhergehen.

2. Akne: Stress kann die Hormonproduktion beeinflussen, was zu einer übermäßigen Talgproduktion führen kann. Dies kann wiederum die Entstehung von Akne begünstigen, insbesondere bei Menschen, die bereits anfällig für diese Hauterkrankung sind.

3. Trockene Haut: Stress kann die Haut austrocknen und zu trockener, schuppiger Haut führen. Dies kann sich in einem unangenehmen Spannungsgefühl und sichtbarer Schuppung äußern.

4. Hautrötungen: Stress kann die Durchblutung der Haut erhöhen und zu vorübergehenden Rötungen führen, die oft als “Stressröte” bezeichnet werden.

5. Verlangsamte Wundheilung: Unter Stress kann die Fähigkeit der Haut, Wunden zu heilen, beeinträchtigt sein. Dies bedeutet, dass Verletzungen länger benötigen, um zu verheilen.

Es ist ratsam, auf deine Haut zu achten und bei wiederholten Symptomen einen Hautarzt zu konsultieren, um die bestmögliche Behandlung und Pflege zu erhalten. Deine Haut ist ein Spiegelbild deiner Gesundheit, und es ist wichtig, sie liebevoll zu pflegen, besonders in stressigen Zeiten.

Stress Symptome Herz

Stress kann erhebliche Auswirkungen auf das Herz und das kardiovaskuläre System haben. Wenn wir gestresst sind, setzt der Körper Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol frei, die eine Vielzahl von Reaktionen im Körper auslösen. Diese Reaktionen können das Herz-Kreislauf-System beeinflussen und zu verschiedenen Symptomen und Gesundheitsproblemen führen. Hier sind einige der Auswirkungen von Stress auf das Herz:

1. Erhöhter Blutdruck: Stress kann vorübergehend den Blutdruck erhöhen, da er dazu führt, dass das Herz schneller schlägt und die Blutgefäße enger werden. Auf lange Sicht kann chronischer Stress jedoch zu dauerhaft erhöhtem Blutdruck führen, was das Risiko für Herzkrankheiten erhöht.

2. Herzrhythmusstörungen: Stress kann Herzrhythmusstörungen auslösen, wie z.B. Herzrasen (Tachykardie) oder unregelmäßige Herzschläge. Diese können unangenehm sein und im schlimmsten Fall zu schwerwiegenderen Herzproblemen führen.

Stress Symptome

3. Erhöhtes Risiko für Herzkrankheiten: Chronischer Stress wird oft mit einem erhöhten Risiko für Herzerkrankungen in Verbindung gebracht. Es kann die Entwicklung von Arteriosklerose (Verengung der Arterien) fördern und die Entstehung von Herzinfarkten begünstigen.

4. Erhöhtes Schlaganfallrisiko: Langfristiger Stress kann das Risiko für Schlaganfälle erhöhen, da er Bluthochdruck begünstigt, der wiederum eine der Hauptursachen für Schlaganfälle ist.

5. Entzündungsreaktionen: Stress kann im Körper entzündliche Prozesse auslösen, die das Herz schädigen können. Die Entzündungen können die Gefäßwände schädigen und die Bildung von Plaques begünstigen, die zu Herzinfarkten führen können.

Ein praktisches Beispiel könnte sein, wenn du dich in einer stressigen Arbeitssituation befindest, die dauerhaft hohe Belastung mit sich bringt. Du könntest bemerken, dass du regelmäßig Herzklopfen verspürst oder dass dir schwindelig wird. Dies sind Anzeichen dafür, wie Stress sich auf das Herz auswirken kann und dass du auf die Signale deines Körpers achten solltest.

Stressbewältigungstechniken wie Entspannungsübungen, regelmäßige Bewegung, ausreichender Schlaf und eine ausgewogene Ernährung können dazu beitragen, die Auswirkungen von Stress auf das Herz zu minimieren. Einige Übungen zum Umgang mit Achtsamkeit können auch hier hilfreich sein. In einem anderen Blogbeitrag habe dazu etwas zusammengetragen. Es ist wichtig, Stress ernst zu nehmen und auf eine gesunde Lebensweise zu achten, um das Risiko für Herzprobleme zu reduzieren. Wenn du anhaltend starke Symptome bemerkst, ist es ratsam, ärztlichen Rat einzuholen, um das Risiko von Herzerkrankungen zu minimieren.

Stress Symptome Ohren

Wie wir bereits gesehen haben, manifestiert sich Stress auf vielfältige Weise, wobei die Auswirkungen auf die Ohren oft übersehen werden. Die Ohren, verantwortlich für den Hörsinn und das allgemeine Wohlbefinden, können subtile, aber spürbare Symptome als Reaktion auf Stress zeigen. Ein häufiges Stresssymptom im Ohrenbereich ist Tinnitus, ein lästiges, oft als Klingeln oder Summen wahrgenommenes Geräusch, das nicht von externen Quellen stammt. Zudem kann Stress zu Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich führen, was sich wiederum auf die Ohren auswirken kann. Ein Gefühl von Druck oder Völlegefühl in den Ohren kann auftreten, begleitet von einem reduzierten Hörvermögen. Diese Symptome sind nicht nur belastend, sondern können auch die Lebensqualität beeinträchtigen.

Stress Symptome Psyche

Stress kann ebenfalls Auswirkungen auf die Psyche haben, wobei die Symptome oft in emotionalen und mentalen Zuständen zum Ausdruck kommen. Individuen, die Stress erfahren, könnten eine Zunahme von Angstgefühlen und übermäßigem Grübeln bemerken. Schlafstörungen sind ebenfalls häufig, wobei der Geist schwer zur Ruhe kommt und Gedanken unaufhörlich kreisen. Man spricht hier auch vom Affengeist, der einfach nicht zur Ruhe kommt und immer wieder hin- und herspringt. Eine erhöhte Reizbarkeit und eine verringerte Frustrationstoleranz sind weitere Anzeichen, die auf psychologischen Stress hinweisen. Manche Menschen entwickeln auch depressive Symptome, die von anhaltender Niedergeschlagenheit bis zu einem Verlust von Interesse an normalen Aktivitäten reichen können. Selbstzweifel und ein Gefühl der Überforderung sind ebenfalls typische psychische Reaktionen auf stressige Lebenssituationen.

Um die psychische Gesundheit zu schützen, ist es wichtig, auf diese Stresssymptome zu achten und achtsame Praktiken wie Meditation, Entspannungstechniken und den Austausch mit anderen als Mittel zur Stressbewältigung zu integrieren. Diese Maßnahmen können dazu beitragen, einen gesunden mentalen Zustand zu fördern und die Belastungen des Alltags besser zu bewältigen.

Stress Test – Selbsttest – Fragebogen

Neben den körperlichen und psychischen Symptomen kann man auch versuchen sich über einen formalisierten Fragebogen mit dem Thema Stress auseinanderzusetzen. Ich habe auf der Seite “Messen” einen Online PSQ (Perceived Stress Questionnaire) angelegt. Anhand von 20 Fragen kann man sich dort einmal seine aktuelle Stresssituation messen lassen. Noch besser wäre es, wenn man regelmäßig diesen Fragebogen für sich ausfüllt, um auch Veränderungen festzustellen und diese in die eigene Reflexion zu integrieren.

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Das Messen von Achtsamkeit – Die Wissenschaft hinter der inneren Stille

Achtsamkeit, ein Begriff, der in den letzten Jahren stark an Popularität gewonnen hat, bezieht sich auf das bewusste und nicht wertende Wahrnehmen des gegenwärtigen Moments. Die Praxis der Achtsamkeit kann das Wohlbefinden, die psychische Gesundheit und die Lebensqualität verbessern. Doch wie misst man etwas so Innerliches und Subjektives wie Achtsamkeit? In diesem Blogartikel werde ich verschiedene Ansätzen und Methoden vorstellen, die es Forschern und Praktizierenden ermöglichen, Achtsamkeit zu messen.

Die Herausforderung der Achtsamkeitsmessung

Wie man sich vorstellen kann, ist Achtsamkeit messen keine leichte Aufgabe. Schließlich handelt es sich um ein Konzept, das sich in den Tiefen des menschlichen Bewusstseins abspielt. Dennoch es gibt tatsächlich Ansätze, die Forscher und Achtsamkeitspraktizierende nutzen, um diese innere Erfahrung zu quantifizieren.

1. Fragebögen und Skalen

Eine der gängigsten Methoden zur Messung von Achtsamkeit sind Fragebögen und Skalen. Beispiele hierfür sind der Mindful Attention Awareness Scale (MAAS) und der Five Facet Mindfulness Questionnaire (FFMQ). Diese Bögen enthalten Fragen, die das Ausmaß der Achtsamkeit einer Person in verschiedenen Lebensbereichen bewerten. Sie erfassen, wie häufig jemand bewusst handelt, wie leicht er abgelenkt ist und wie er auf herausfordernde Gedanken und Gefühle reagiert

Mindful Attention Awareness Scale (MAAS)

Der MAAS ist ein häufig verwendetes Instrument zur Messung der Achtsamkeit. Dieser Fragebogen wurde von Kirk Warren Brown und Richard M. Ryan entwickelt. Er besteht aus 15 Aussagen, die darauf abzielen, das Ausmaß der Achtsamkeit einer Person im Alltag zu bewerten. Teilnehmer bewerten, wie oft sie sich in bestimmten Situationen achtsam verhalten, auf einer Skala von 1 (selten) bis 6 (ständig).

Beispiel-Aussagen aus dem MAAS sind:

  • “Ich erledige Dinge mehr oder weniger automatisch und ohne mich wirklich bewusst zu sein, was ich tue.”
  • “Ich höre aufmerksam zu, auch wenn mir jemand etwas erzählt, das mich normalerweise nicht interessieren würde.”
  • “Ich eile durch Aufgaben, ohne auf die Details zu achten.”

Die Gesamtpunktzahl auf dem MAAS spiegelt das allgemeine Maß an Achtsamkeit einer Person wider. Höhere Punktzahlen deuten auf ein höheres Maß an Achtsamkeit hin, während niedrigere Punktzahlen auf geringere Achtsamkeit hinweisen.

Hinter diesem Link der Universität von Pennsylvania findet ihr noch mehr Infos und den besagten Fragebogen. Und die Uni Witten/Herdecke bietet den Bogen auf Deutsch.

Habe den Bogen im Selbstversuch ausgefüllt. Denke, ich werde das jetzt mal eine Weile wöchentlich tun, um zu sehen, ob und welche Veränderungen ich am Score sehe.
Aktuell habe ich am 27.10.23 einen Score von 4,13 🙈.

Achtsamkeit messen

Five Facet Mindfulness Questionnaire (FFMQ)

Achtsamkeit messen kann man auch mit dem FFMQ. Es ist ein weiterer verbreiteter Fragebogen. Er wurde von Ruth Baer entwickelt und umfasst fünf Perspektiven der Achtsamkeit:

  1. Beobachtung: Die Fähigkeit, bewusst auf äußere Reize und innere Erfahrungen zu achten, ohne sie zu bewerten.
  2. Beschreibung: Die Fähigkeit, innere Erfahrungen in Worte zu fassen und zu beschreiben.
  3. Achtsame Handlungsweise: Die Fähigkeit, im Alltag achtsam zu handeln und sich bewusst für oder gegen bestimmte Handlungen zu entscheiden.
  4. Nicht-Wertende Haltung: Die Fähigkeit, innere Erfahrungen ohne Urteil oder Kritik wahrzunehmen.
  5. Nicht-Reaktives Bewusstsein: Die Fähigkeit, innere Erfahrungen zu beobachten, ohne auf sie zu reagieren oder sich von ihnen mitreißen zu lassen.

Der FFMQ enthält insgesamt 39 Aussagen, mit sieben Aussagen pro Facette. Die Teilnehmer bewerten, inwieweit die Aussagen auf sie zutreffen, auf einer Skala von 1 (überhaupt nicht zutreffend) bis 5 (vollkommen zutreffend).

Die Auswertung des FFMQ ermöglicht es, nicht nur das Gesamtniveau der Achtsamkeit zu erfassen, sondern auch die spezifischen Aspekte der Achtsamkeit, die in einer Person stärker oder schwächer ausgeprägt sind.

Diese Fragebögen sind wertvolle Werkzeuge, um das Konzept der Achtsamkeit zu erforschen und in der Forschung sowie in der persönlichen Entwicklung anzuwenden. Sie bieten eine Möglichkeit, die individuelle Achtsamkeit zu quantifizieren und Entwicklungen über die Zeit zu verfolgen.

Auch hier wurde ich für einen Fragebogen auf Deutsch bei der Uni Witten fündig.

Freiburger Fragebogen zur Achtsamkeit (FFA)

Der Freiburger Fragebogen zur Achtsamkeit (FFA) ist ein Instrument zur Messung der Achtsamkeit, entwickelt von Dr. Niko Kohls, Dr. Tobias Sauer und Prof. Dr. Harald Walach. Der Fragebogen besteht aus 14 Items, die auf einer Skala von 0 bis 3 bewertet werden und verschiedene Aspekte der Achtsamkeit im Alltag erfassen. Der FFA unterteilt sich in drei Subskalen: “Ruhe im gegenwärtigen Moment”, “offenes Nicht-Bewerten” und “gegenwärtiges Erleben”. Dieses Instrument wird in der Forschung und klinischen Praxis verwendet, um das Ausmaß der Achtsamkeit zu messen und die Wirksamkeit von Achtsamkeitsinterventionen zu bewerten. Der FFA hat sich als zuverlässiges Mittel zur Beurteilung der Achtsamkeit erwiesen.

Finden kann man den Bogen hier.

Perceived Stress Questionnaire (PSQ)

Der Perceived Stress Questionnaire (PSQ) ist ein weit verbreitetes Instrument zur Messung des subjektiven Stressempfindens. Der PSQ wurde von Wolfgang Fliege, Beate Rose, Norbert Arck, und Manfred Walter am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf entwickelt, und wurde erstmals 2001 veröffentlicht und seitdem in verschiedenen Studien verwendet. Er zielt darauf ab, das individuelle Stressempfinden oder die subjektive Wahrnehmung von Stress zu messen. Er erfasst, wie belastend Menschen ihre alltäglichen Lebenssituationen empfinden.

Der Fragebogen ist aus 20 Items aufgebaut. Diese Items sind in vier Subskalen unterteilt:

  • Belastung,
  • Anspannung,
  • Erregung und
  • Erschöpfung

Die Teilnehmer bewerten, inwieweit diese Aussagen auf sie zutreffen, auf einer Skala von 0 (gar nicht) bis 4 (sehr). Beispiele für Aussagen: “Ich hatte Schwierigkeiten, mich zu entspannen” oder “Ich fühlte mich nervös und angespannt.

Anwendung findet der PSQ in der klinischen Forschung, insbesondere in den Bereichen der psychischen Gesundheit und Stressforschung. Er hilft, das individuelle Stressempfinden zu quantifizieren und kann in der Diagnostik und in der Beurteilung von Stressinterventionen verwendet werden.

Der PSQ wurde auf seine Validität und Zuverlässigkeit hin umfassend geprüft. Er hat sich als ein zuverlässiges Instrument zur Messung des subjektiven Stressempfindens erwiesen und wird weltweit in verschiedenen Forschungsprojekten eingesetzt. Er ermöglicht es Forschern und Kliniker, das Ausmaß und die Auswirkungen von Stress in verschiedenen Populationen zu bewerten und ist ein wichtiger Beitrag zur Stressforschung und -bewältigung.

Ich biete den PSQ auf mindfullify.de auch als kostenlosen Onlinetest an -> PSQ-Stress Fragebogen

2. Neurowissenschaftliche Messungen

Eine der aufregendsten Entdeckungen in der Achtsamkeitsforschung ist, dass regelmäßige Achtsamkeitspraxis tatsächlich Veränderungen in der Struktur unseres Gehirns bewirken kann. Untersuchungen haben gezeigt, dass Menschen, die Achtsamkeit üben, eine erhöhte Dichte von grauer Substanz in Regionen aufweisen, die mit Lernen, Gedächtnis und Selbstregulation verbunden sind. Dies legt nahe, dass Achtsamkeit nicht nur ein bewusstes Erlebnis ist, sondern auch einen nachhaltigen Einfluss auf die Gehirnstruktur hat. Die Verbindung zwischen Achtsamkeit und Neurowissenschaften zeigt uns, dass Achtsamkeit mehr ist als nur eine subjektive Erfahrung. Sie hat messbare Auswirkungen auf unsere Gehirnstruktur und -funktion. Dieses Wissen trägt dazu bei, Achtsamkeit als einen wirksamen Ansatz zur Förderung von Wohlbefinden und psychischer Gesundheit zu akzeptieren. Wenn Du Dich also jemals gefragt hast, ob Achtsamkeit nur ein vorübergehender Trend ist, kannst Du sicher sein, dass sie auf wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen beruht, die die transformative Kraft des Geistes aufzeigen.

Die Neurowissenschaft hat dazu beigetragen, unsere Kenntnisse darüber zu vertiefen, wie Achtsamkeit im Gehirn abläuft. Durch die Verwendung von Techniken wie der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) und Elektroenzephalogrammen (EEG) können Forscher Veränderungen in den Aktivitätsmustern des Gehirns während achtsamer Praktiken wie Meditation beobachten.

3. Verhaltensbeobachtung

Die Beobachtung des Verhaltens von Menschen in Bezug auf Achtsamkeit ist ein weiterer Ansatz. Dies kann beinhalten, wie jemand während einer Meditation sitzt, wie er seine Atmung reguliert oder wie er in alltäglichen Aktivitäten aufmerksam handelt. Beobachter können notieren, wie konzentriert und präsent die Person ist.

4. Selbstberichterstattung

Menschen können ihre eigene Achtsamkeit selbst bewerten, indem sie in Tagebüchern ihre Erfahrungen während achtsamer Praktiken festhalten oder in Interviews über ihre Erfahrungen sprechen. Dies bietet Einblicke in die subjektive Erfahrung der Achtsamkeit und wie sie sich im Leben einer Person auswirkt.

5. Physiologische Messungen

Das physiologische Messen von Achtsamkeit ermöglicht es, die Auswirkungen von Achtsamkeitspraktiken auf den Körper zu erforschen. Stell Dir mal vor, Du nimmst an einer Achtsamkeitsmeditation teil. Während dieser Meditation können verschiedene physiologische Parameter beobachtet werden. Zum Beispiel kann Ihre Herzfrequenzvariabilität (HRV) gemessen werden, um festzustellen, wie flexibel Ihr Herz auf Stress und Entspannung reagiert. Diese Messung ähnelt einem Barometer für Ihren emotionalen Zustand, da eine erhöhte HRV auf eine verbesserte Stressbewältigung hinweisen kann.

Des Weiteren wird der Cortisolspiegel, ein Stresshormon, verfolgt. Ähnlich wie ein Thermometer, das den Temperaturanstieg misst, zeigt die Cortisolmessung, wie sich Ihr Stressniveau während der Achtsamkeitspraxis verändert. Die Elektroenzephalographie (EEG) ermöglicht es, Deine Gehirnaktivität während der Meditation zu überwachen und zu verstehen, wie Achtsamkeitsübungen Ihre Gehirnwellen beeinflussen.

Diese physiologischen Messungen dienen dazu, die Veränderungen in Deinem Körper während der Achtsamkeitspraxis sichtbar zu machen und tragen dazu bei, die Mechanismen der Achtsamkeit besser zu verstehen.

Fazit

Die Messung von Achtsamkeit ist eine anspruchsvolle Aufgabe, aber sie ist entscheidend für unser Verständnis dieser wichtigen Praxis. Die Kombination dieser verschiedenen Methoden ermöglicht es Forschern, ein umfassenderes Bild von Achtsamkeit zu zeichnen und wie sie unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit beeinflusst. Es ist wichtig zu erkennen, dass die Messung von Achtsamkeit nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch in der persönlichen Praxis wertvoll sein kann, um unsere Fortschritte auf dem Weg zur inneren Stille zu verfolgen. Egal, wie Du Achtsamkeit misst, sie bleibt eine mächtige Kraft für die Förderung des Wohlbefindens und der Lebensqualität.

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